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Ressource Holz: gut für Klima, Wald und Wertschöpfung

News | 12.06.2026
FranzelinB.

Eine Holzinstallation ins Leben gerufen von ProRamus bringt die Vorteile dieses natürlichen Rohstoffs in Erinnerung

Holz ist eine regionale, natürliche und nachwachsende Ressource, die vielfältig eingesetzt werden kann: Das ist die wichtigste Botschaft einer Installation vor dem Stadttheater Bozen, mit der IDM Südtirol und ProRamus, die Gemeinschaftsinitiative Südtiroler Organisationen der Forst- und Holzwirtschaft, auf den Rohstoff Holz aufmerksam machen wollen. „Vom Baum zum Produkt“ heißt die plakative Sensibilisierung für dieses klimaschonende Material. Ein Zirbenstamm wurde dabei mittels modernen Frästechniken mit Darstellungen versehen, welche die vielen Verarbeitungsprozesse von Holz entlang der gesamten Wertschöpfungskette veranschaulichen. Nach dem Auftakt in Bozen wird die Installation auch in zwei weiteren Südtiroler Gemeinden zu sehen sein.
 
Die Einsatzmöglichkeiten von Holz sind besonders groß. Das Schnittholz aus dem Sägewerk kann für die Herstellung von Möbeln genauso verwendet werden wie für den Holzbau. Die rund 40 Prozent Sägenebenprodukte wie Späne, Sägemehl oder Rinde können hingegen weiterverarbeitet werden, z.B. zu Holzplatten und Papier, oder sie dienen als Bioenergie. Holz verursacht also keinen Abfall, denn alle Teile eines Baumstamms können vollständig genutzt werden. Zudem ist Holz ein sehr guter CO2-Speicher. Dieser Effekt ist beim Holzbau besonders groß.
 
„Holz ist ein besonders klimaschonendes Baumaterial, das nicht nur nachwächst, sondern auch in verbautem Zustand als CO2-Speicher fungiert. Gleichzeitig ist es eine lokale Ressource, die zur Wertschöpfung in Südtirol maßgeblich beiträgt. Seine Verwendung unterstützt zudem eine aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung, die wir seit heuer noch intensiver fördern. Um das Bauen mit Holz zu stärken, habe ich zudem den Holzbaufonds eingerichtet“, sagt Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher.
 
Südtirol liegt im Holzbau allerdings im Vergleich zum restlichen deutschsprachigen Raum spürbar zurück. Während die Holzbauquote dort je nach Land bereits bei 20 bis 30 Prozent liegt, beträgt sie in Südtirol derzeit lediglich etwa 10 Prozent. „Es gibt hier also viel Potenzial“, sagt IDM-CEO Erwin Hinteregger. „Gemeinsam mit unseren Partnern von ProRamus wollen wir deshalb durch gezielte Maßnahmen der Materie Holz und der hohen Kompetenz unserer Betriebe im Bereich Holzbau und Holzverarbeitung lokal, national und international mehr Sichtbarkeit geben.“
 
Die Initiative „Vom Baum zum Produkt“ ist eine dieser Initiativen, mit denen auf die Vorzüge des natürlichen Rohstoffs Holz aufmerksam gemacht werden soll. Der Zirbenstamm im Mittelpunkt der Installation soll den Weg vom Rohstoff zum Endprodukt anschaulich und im wahrsten Sinne des Wortes greifbar machen. Am dicken Ende des Stammes zeigt ein Schnittbild ein mögliches Einschnittmuster eines Stammes im Sägewerk und macht somit sichtbar, welche Schnittholzsortimente aus einem Stamm gewonnen werden können.
 
Ergänzt wird die Installation durch Infotafeln, die in allen drei Landessprachen über die Schutzfunktionen des Waldes und seine Bedeutung für Gesundheit und Erholung informieren sowie die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Holz aufzeigen – von traditionellen, regionaltypischen Holzbearbeitungsmethoden bis zu modernen Anwendungen wie dem umweltschonenden Holzbau.