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Rückblick Architekten- und Baufachleutetagung: "Bauen mit Holz - neue Wege"

News | 28.03.2018

Ein ganzer Tag nur dem Holzbau gewidmet: 250 Architekten und Baufachleute waren bei der Tagung „Bauen mit Holz – Neue Wege“ im NOI Techpark in Bozen anwesend. Als Abschluss wurde der II. Südtiroler Holzbaupreis verliehen.

Die Tagung wurde durch den Vortrag von Herrn Prof. Michael Flach, Leiter des Holzbaulehrstuhls an der Universität Innsbruck sowie Präsident der diesjährigen Jury des Holzbaupreises eröffnet. Er sprach über die jüngsten Entwicklungen und Ausblicke des modernen Holzbaus, internationale Lösungsansätze und Möglichkeiten und Visionen in der nahen Zukunft.

Paolo Bertoni, Mitarbeiter der IDM – Südtirol Ecosystem Wood & Agricultural Technology und Stellvertreter der Gemeinschaftsinitiative ProRamus stellte diverse lokale Betriebe vor, welche vorwiegend auf Forschung und Entwicklungs setzen und neue Projekte umsetzten.

Forstwirtschaft und Nutzung des Waldes

Günther Unterthiner von der Forstabteilung des Landes beantwortete Fragen zum Thema Forstwirtschaft und nachhaltige Nutzung des Waldes, womit ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird. Tom Kaden, Prof. für Architektur und Holzbau an der TU Graz führte das Thema Nachhaltigkeit weiter auf dem Feld des Holzbaus aus. Er zeigte neue Möglichkeiten des Holzbaus im städtischen Bau auf. Dank neuesten Technologien ist es mittlerweile möglich Hochhäuser aus Holz zu bauen, wie etwa dies in Heilbronn mit 34 Metern Höhe.

Gewinner des 2. Holzbaupreises Südtirol

Als Abschluss wurden die Sieger des 2. Holzbaupreises Südtirol ausgezeichnet. „Insgesamt wurden 81 Projekte eingereicht, aufgeteilt in sechs verschiedene Kategorien. Davon wurde als neue Kategorie eine für denkmalgeschützte Sanierungen vorgesehen. Dies um Bauträger zu unterstützen, die sich mutig auch an die Gebäudeteile in Holz im denkmalgeschützten Bereich heranwagen. Dem Statement der Jury kann man entnehmen, dass es überraschend viele Ferienhäuser in Holz im landwirtschaftlichen Bereich, aber kein einziges mehrgeschossiges Wohngebäude mit mehr als zwei Geschossen gibt: ein klares Zeichen, dass solche Projekte, wie im Ausland seit längerem üblich, bei uns noch Entwicklungspotential aufweisen", so Albert Ortner, Jurymitglied des Holzbaupreises.

Die Sieger in der Kategorie Privater Wohnbau sind das Architekturbüro weber+winterle architetti aus Trient (ausführendes Unternehmen Log House srl) mit der Casa PPP in Moena sowie bergmeisterwolf architekten (Bauherr Markus Sader, ausführendes Unternehmen Damiani-Holz&Ko. S.p.A.) mit Ferienwohnungen auf der Plose. In der Kategorie Öffentliche Bauten haben feld72 Architekten mit dem Kindergarten in Niederolang (Bauherr Gemeinde Olang, ausführendes Unternehmen HolzElan GmbH) gewonnen. Gold in der Kategorie Sanierungen/Umbauten/Erweiterungen erhielten Architekt Martin Mutschlechner und Stadt:Labor – Architekten mit dem Veidlerhof in Gsies (Bauherr Fam. Bachmann, ausführendes Unternehmen Holzbau Unterrainer). Die EM2 Architekten konnten den ersten Preis in der Kategorie denkmalgeschützte Restaurierungen mit dem MMM Ripa Museum in Bruneck (Bauherr Gemeinde Bruneck und Stiftung Südtiroler Sparkasse, ausführendes Unternehmen Hecher Treppenbau und Unionbau GmbH) für sich entscheiden. Als Sieger in der Kategorie Handel, Gewerbe und Dienstleistung gingen Stefania Saracino e Franco Tagliabue Architetti für das Projekt Casa Riga in Comano Terme (Bauherr Riga Sas di Omar ed Elisa Bernardi, ausführendes Unternehmen Damiani-Holz&Ko. S.p.A.) hervor. Die Gewinner erhielten jeweils einen Geldpreis in Höhe von 2.000 Euro, der von der Berufsgemeinschaft der Zimmerer im lvh zur Verfügung gestellt wurde.
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