Bitte geben Sie einen Suchbegriff mit min. 3 Zeichen ein.

High-Tech für die Forst- und Holzwirtschaft: Isotopen-Analyse ermöglicht Geologischen Fingerabdruck beim Holz

News | 09.05.2018

Forscher des Eco-Research Labors, der Freien Universität Bozen sowie der Laimburg stellen die Iso-topen Analyse der lokalen Holz- und Forstwirtschaft vor.

Das von der Landesregierung genehmigte Isotopenprojekt erforscht erstmals einen neuen Rohstoff. Unter der Leitung des Eco-Research Direktors Dr. Werner Tirler werden Proben verschiedener Holzarten aus unterschiedlichen Teilen des Landes auf ihren Strontiumgehalt überprüft. Ziel ist es ein neuwertiges Verfahren zu entwickeln um den geologischen Fingerabdruck eines Baumes zu identifizieren. Potentielle Anwendungen im lokalen Holzsektor liegen in der Qualitätssicherung der Marke Südtirol und insbesondere in der Kontrolle von Zertifizierungen.

Definition der geologischen Eigenheiten durch das Element Strontium
Im Forschungslabor von Eco-Research in Bozen wird das Isotopenverhältnis von Strontium anhand eines Massenspektrometers gemessen. „Das Strontium-Isotopenverhältnis ist charakteristisch für den Ort wo die Pflanzen wachsen“, so Dr. Tirler. Dieses könne laut dem Forscher über größere Distanzen konstant bleiben oder sich bereits innerhalb weniger 100 Meter verändern. Zudem wird das Isotopenverhältnis weder durch das Wachstum des Baumes, noch durch dessen Bewässerung verändert und bleibt daher im Laufe der Zeit immer gleich.

Herkunft aus nachhaltig bewirtschafteten Waldbeständen soll effizienter überprüft werden können
Das Forschungsprojekt erzielte bereits gute Erfolge in der Standortbestimmung von pflanzlichen Landwirtschaftsprodukten, allen voran der des Südtiroler Apfels. „Ziel der Strontium-Isotopenbestimmung ist es, ein Werkzeug zu erschaffen, welches ermöglicht, die Herkunft lokaler Produkte sicher nachzuweisen“, so Dr. Tirler. Der Holzsektor könne diese Kontrolle nutzen um das lokale Holz aufzuwerten, davon ist der Forscher überzeugt. Auch können daraus zukünftige Verfahren entwickelt werden, welche die Herkunft aus nachhaltig bewirtschafteten Waldbeständen schnell und kostengünstig ermöglichen.

Zusammenarbeit mit anderen Forschern und der Wirtschaft
„Die Möglichkeit andere Forscher zu kontaktieren war sehr wertvoll im Verlauf des Projektes“ betont Dr. Tirler. Das Forschungslabor steht im Austausch mit dem an der Universität für Bodenkultur lehrenden Professor Dr. Thomas Prohaska aus Wien, sowie mit Dr. Andrea Marchetti, Dozent der Universität Modena und Reggio Emilia. „Natürlich müssen von Anfang an Vertreter der Wirtschaft mit ins Boot geholt werden, damit die potentiellen Ergebnisse und neue Lösungsansätze aus der Forschungsarbeit in der praktischen alltäglichen Umsetzung in den Unternehmen ermöglicht wird“, unterstreichen Reinhard Pichler, Obmann der berufsgruppe der Sägewerker im LVH und Markus Prugger, Präsident des Verwaltungsrates von der Nordpan AG.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen OK